Der Religionsunterricht
I Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Orientierungskompetenz
Durch die gemeinsame Auseinandersetzung mit der eigenen, aber auch mit der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit lernen die Schülerinnen und Schüler diese zu reflektieren sowie eigene Standpunkte zu vertreten. Dies wird verstärkt durch die lebendige Beschäftigung mit Jesu aktivem Wirken in der Bibel. Jesu Liebesethik fordert und bewirkt: - eine positive und tolerante Auseinandersetzung mit anderen Weltreligionen;
- einen toleranten, reflektierten Umgang mit Fremdem;
- eine aktive Zusammenarbeit (in der Schule auch über Fächergrenzen hinweg, etwa in sprachlichen, gesellschaftlichen, künstlerischen und naturwissenschaftlichen Bereichen) und Respekt untereinander.
Zentral ist die Erfahrung der Beziehung mit Gott und damit mit den Menschen.
II Hilfe und Begleitung beim Erwachsenwerden sowie bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit
Der Religionsunterricht nimmt gerade heute, in einer so schnelllebig, zum Teil skrupellos und unmoralisch wirkenden Welt eine besonders wichtige Stellung im Schulleben ein, indem er den Jugendlichen Orientierungsmaßstäbe an die Hand gibt und ihnen hilft, sich im Leben zurechtzufinden. Dazu gehören - die Stärkung des Einzelnen in seinen Fähigkeiten, in seiner sozialen Entwicklung (Auseinandersetzung mit Stärken und Schwächen, Erfolg und Misserfolg) sowie in seiner individuellen religiösen Orientierungsfähigkeit;
- die Ermutigung, Fragen zu stellen, selbst zu denken und zu handeln, sich selbst und andere zu entdecken;
- den Wert jedes Einzelnen, die Menschenwürde sowie den Respekt voreinander und Toleranz untereinander, Gemeinschaftssinn, Frieden und Gerechtigkeit zu erfahren und sich dafür einzusetzen.
Durch die Vermittlung christlicher Wertvorstellungen wird die Grundlage für die eigene Wertebildung und Urteilsfähigkeit geschaffen – die Basis für ein verantwortungsvolles Leben miteinander.
III Zusammenarbeit von Jugendlichen, Eltern und Lehrern
Religionslehrerinnen und Religionslehrer werden wie Eltern intensiv in ihrer persönlichen Überzeugung wahrgenommen und als Beispiele gelebten Glaubens stark individuell angefragt. Somit bietet der Religionsunterricht Eltern in der Erziehung ihrer Kinder eine Unterstützung, eine Horizonterweiterung sowie Reflexionsmöglichkeit für die Schülerinnen und Schüler.
Der Religionsunterricht bereichert unser Leben. Er birgt immer die Chance auf einen gemeinsamen Neuanfang.
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